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Cover: Der Thron, der für alle leuchtet

Belletristik

Der Thron, der für alle leuchtet

Mit KI erzeugt
FantasyKinderAb 6 Jahrenca. 32 Min.

Ein sternklarer Abend, ein Burgberg und alle drei Gilden auf einmal — heute Nacht wird Mila etwas sehen, das die Welt noch größer macht als sie ohnehin schon ist. Denn hoch oben, wo alte Steine im Glimmer zu leuchten beginnen, wartet jemand, den die ganze Glimmer-Welt nur als Flüstern kennt. Vulpes' Schweifspitze glüht, und das Abenteuer hat gerade erst begonnen.

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 5:00

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Tempo
Schlummer

Kapitel

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Zum Mitlesen: Der Aufstieg

Die Nacht über der Stadt war so still, dass Mila ihr eigenes Herz schlagen hörte. Kein Wind, keine Wolke, nur ein Himmel voller Sterne, die so klar leuchteten, als hätte jemand sie eben erst geputzt. Mila stand auf dem alten Marktplatz, und irgendetwas in ihr wusste: Heute Nacht würde etwas Großes geschehen.

Sie war ein fröhliches Mädchen von sieben Jahren, mit langem, leicht welligem blondem Haar, das ihr über die Schultern fiel. Ihre haselnussbraunen Augen wanderten neugierig über den Platz, und auf ihren Wangen saßen ein paar Sommersprossen. Über der Jeans trug sie ihre gemütliche Kapuzenjacke in Beerenrot, an den Füßen feste Wanderschuhe. In der Hand hielt sie ihr Handy aufrecht wie einen Schwertgriff, und aus der Glaskante wuchs eine schimmernde Lichtklinge, die ganz leise summte.

Neben ihr saß Vulpes, ihr treuer Funkenfuchs. Sein Fell schimmerte rostrot, und die Spitze seines Schweifes glühte golden im Dunkeln, warm wie ein winziges Licht, das nie erlosch. Er spitzte die Ohren. Auch er spürte es.

Denn plötzlich waren sie nicht mehr allein.

Aus drei Gassen zugleich kamen die Gilden. Alle drei, in derselben Nacht — das hatte Mila noch nie gesehen.

Voran schritt Embra, die Bannerträgerin der Glutbanner-Gilde. Sie war stattlich und laut und lachte schon von Weitem. Über ihrer Schulter wehte ein großes Banner in Glutorange und Gold, das flackerte, als brenne darin ein sanftes Feuer. Ihre Augen funkelten, und ihr Lachen war so breit, dass man einfach mitlächeln musste.

Hinter ihr kam Liorin, der Sternleser vom Sternzirkel. Er war schlank und bedächtig und trug einen Mantel in Tiefindigo und Silber, über und über bestickt mit kleinen Sternen. In seinen Händen lag ein silbernes Notizbuch, das leise glimmte. Immer wieder blieb er stehen, blickte zum Himmel hinauf und schrieb etwas hinein, als lese er aus den Sternen eine geheime Karte.

Und ganz am Ende der Reihe, still und ohne ein Wort, ging Bryn, die Moosmutter vom Rankenbund. Ihr Umhang sah aus wie feuchtes Waldmoos, und in ihrem Haar wuchsen kleine Blätter und feine Ranken. Sie tat fast nichts. Und doch konnte Mila den Blick kaum von ihr wenden, denn Bryn sah aus, als sähe sie alles.

[whispers] „Wo gehen sie hin?", flüsterte Mila.

Vulpes hob die Schnauze und deutete nach oben.

Da erst begriff Mila. Alle drei Gilden zogen zum Burgberg hinauf. Hoch über der Stadt thronte die alte Ruine, die die Dächer seit Menschengedenken überragte. Niemand ging dort sonst hinauf. Heute Nacht gingen alle.

Mila zögerte nur einen Herzschlag lang. Dann reihte sie sich ein, mit Vulpes an ihrer Seite. Sie gehörte zu keiner Gilde. Sie trug kein Banner, kein Notizbuch, kein Moos im Haar. Sie wollte nur sehen. Sehen und staunen und dabei sein.

Der Weg wurde steil. Steine knirschten unter ihren Wanderschuhen, und die Luft wurde kühler und klarer, je höher sie stiegen. Mit jedem echten Schritt bergauf spürte Mila etwas Seltsames: In ihrer Brust, ganz tief drinnen, füllte sich langsam die Funkenkammer, als sammle sich dort ein warmes Licht. Und die Lichtklinge in ihrer Hand summte heller. Nicht lauter. Nur heller, klarer, wie ein Ton, der immer reiner wird.

[exhales] „Es wächst durchs Gehen", murmelte Mila staunend. „Nur durchs echte Gehen."

Vulpes lief voran, und seine glühende Schweifspitze zog eine sanfte goldene Spur durch die Dunkelheit, sodass Mila immer wusste, wohin sie treten musste.

Über ihnen wurde der Himmel weiter und tiefer. Von irgendwo, weit oben, glaubte Mila einen Klang zu hören — offen und getragen, wie viele Stimmen zugleich, und darunter, ganz leise, das Läuten einer fernen, tiefen Glocke.

Sie hielt die Klinge fester und stieg weiter. Denn oben, wo die Ruine wartete, begann gerade etwas, das größer war, als sie es sich je hätte träumen lassen.

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