LauschstundeKostenlos anmelden
Cover: Die Nacht der ersten Klinge

Belletristik

Die Nacht der ersten Klinge

Mit KI erzeugt
FantasyKinderAb 6 Jahrenca. 30 Min.

In einer stillen Nacht sieht Mila etwas, das sie noch nie bemerkt hat: winzige Sternenfunken, die lautlos über die Dächer ihrer Stadt rieseln. Neugier ist stärker als Schlaf — also zieht sie ihre beerenrote Jacke an und geht hinaus, um genauer hinzusehen. Was sie dort findet, wird alles verändern.

Kostenlos reinhören: Die Nacht, die keinen Ton machte

Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 4:55

0:000:38
Tempo
Schlummer

Kapitel

So geht die Geschichte weiter …

Noch ca. 26 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.

Kostenlos registrieren & weiterhören

Zum Mitlesen: Die Nacht, die keinen Ton machte

Mila konnte nicht schlafen. Sie lag in ihrem Bett, die Decke bis zum Kinn gezogen, und lauschte in die Nacht hinein. Aber die Nacht sagte nichts. Kein Auto fuhr vorbei. Kein Hund bellte. Nicht einmal der alte Kühlschrank in der Küche brummte sein gewohntes Lied.

Mila war ein fröhliches Mädchen von sieben Jahren, mit langem, leicht welligem blondem Haar, das jetzt zerzaust auf dem Kissen lag. Ihre großen, haselnussbraunen Augen waren hellwach, und auf ihren Wangen saßen ein paar kleine Sommersprossen, die man im Dunkeln nicht sehen konnte.

Sie drehte sich auf die Seite. Dann drehte sie sich wieder zurück. Der Schlaf wollte einfach nicht kommen. Und weil das Warten so langweilig war, setzte sie sich auf und schaute zum Fenster.

Da blieb ihr fast die Luft weg.

Vor dem Fenster rieselte etwas vom Himmel. Winzige Funken, so klein wie Zuckerkörnchen, so hell wie ferne Sterne. Sie schwebten langsam über die Dächer, ganz sacht, ganz ruhig. Es sah aus, als würde jemand hoch oben eine riesige Schachtel voller Lichtkrümel ganz vorsichtig ausschütten.

Und das Allerseltsamste war: Es machte keinen einzigen Ton.

Kein Donner grollte. Kein Wind pfiff. Kein Regen trommelte gegen die Scheibe. Es war ein stiller, silberner Schauer, leise wie ein Geheimnis, das jemand nur ihr allein ins Ohr flüsterte.

Mila schlug die Decke zurück und tapste zum Fenster. Sie legte die Handflächen auf die kühle Scheibe und presste die Nase fast ans Glas. Draußen lag die Straße wie immer da. Da war der Gartenzaun der Nachbarn. Da war die Straßenlaterne, die abends immer ein bisschen flackerte. Da war der Briefkasten an der Ecke, ganz genau an seinem Platz.

Alles sah aus wie immer.

Und war es doch nicht mehr.

Denn über allem lag jetzt dieses feine Funkeln. Es setzte sich auf die Dachziegel wie feiner Puderzucker. Es tanzte um die Laterne herum. Es legte sich sanft auf den Gehweg, ohne ihn nass zu machen, ohne ihn zu bedecken. Es leuchtete einfach nur, ganz still, so als hätte die Nacht heimlich ein zweites Kleid angezogen.

[exhales] Mila spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Aber es war kein banges Klopfen. Es war das aufgeregte Pochen, das man bekommt, wenn man kurz davor ist, etwas ganz Wunderbares zu entdecken. Ihre Finger kribbelten. In ihrem Bauch flatterte es.

[whispers] „Was ist das nur?", flüsterte sie in die Dunkelheit.

Niemand antwortete. Die Funken rieselten weiter, geduldig und leise, als würden sie auf sie warten.

Und Mila wusste plötzlich ganz genau, was sie tun wollte. Nicht wieder ins Bett kriechen. Nicht die Augen zumachen und hoffen, dass alles am Morgen ein Traum gewesen war. Nein. Sie wollte hinaus. Sie wollte es mit eigenen Augen sehen, aus der Nähe, mitten in diesem stillen Leuchten stehen.

Auf Zehenspitzen schlich sie zu ihrem Stuhl. Dort hing ihre Lieblingsjacke, die gemütliche mit der Kapuze, in einem warmen Beerenrot. Sie zog sie über den Schlafanzug und schob die Arme in die Ärmel. Der weiche Stoff fühlte sich vertraut und mutig zugleich an.

Dann setzte sie sich auf den Boden und griff nach ihren festen Wanderschuhen. Sorgfältig fädelte sie die Schnürsenkel ein und band eine doppelte Schleife, ganz so, wie sie es gelernt hatte. Denn wer hinaus in ein Abenteuer geht, der braucht Schuhe, die halten.

Leise wie eine Maus stand sie wieder auf. Ihr Handy steckte sie in die Jackentasche, aus alter Gewohnheit, ohne groß darüber nachzudenken. Sie ahnte ja noch nicht, was für ein besonderes Ding sie da bei sich trug.

Mila holte tief Luft. Dann drückte sie ganz sacht die Klinke ihrer Zimmertür herunter, und Schritt für Schritt machte sie sich auf den Weg hinaus in die funkelnde Nacht.

… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.

Oder erschaffe deine eigene Geschichte

Wie „Die Nacht der ersten Klinge“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.

Jetzt erstellen