
Krimi
Der Schlüssel im Treppenhaus
Mit KI erzeugtAls Elisabeth Vogt feststellt, dass ihr Zweitschlüssel spurlos vom Haken in der Diele verschwunden ist, scheint der Fall kaum der Rede wert. Doch Kommissar Robert Halm, der pedantische Hüter der kleinen Ordnung, wittert hinter den knarrenden Dielen und misstrauischen Blicken seiner Hausgemeinschaft mehr als eine Nachlässigkeit. Wer in diesem alten Mietshaus weiß zu viel — und warum?
Kostenlos reinhören: Der leere Haken
Der leere Haken
Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 3:13
So geht die Geschichte weiter …
Noch ca. 3 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.
Kostenlos registrieren & weiterhörenZum Mitlesen: Der leere Haken
Der Regen hatte aufgehört, als Kommissar Robert Halm an jenem Mittwochmorgen die Lindenstraße betrat. Das Haus war alt, vier Stockwerke hoch, mit einer Fassade, die einmal hell gewesen sein musste. Halm war zweiundfünfzig Jahre alt, das kurze Haar bereits graumeliert, das Gesicht blass. Über einem grauen Pullover trug er seinen abgetragenen dunkelblauen Mantel, und in der Brusttasche steckte, wie immer, eine kleine Lesebrille. Er schob die schwere Haustür auf, und die Dielen im engen Treppenhaus knarrten unter jedem seiner Schritte, als wollten sie ihn ankündigen.
Im ersten Stock erwartete ihn Elisabeth Vogt. Sie war eine Frau von achtunddreißig Jahren, ihr schulterlanges kastanienbraunes Haar zu einem lockeren Zopf gebunden, und über ihrer beigen Strickjacke schimmerte eine dünne Silberkette. Ihre Hände waren unruhig, als sie ihn in die Wohnung führte.
„Er hing hier", sagte sie und deutete auf einen kleinen Wandhaken in der Diele. „Mein Zweitschlüssel. Gestern früh war er noch da. Heute Morgen war der Haken leer."
Halm trat näher und musterte die Stelle. Der Haken saß fest in der Wand, unauffällig neben der Garderobe. Er zog seine Lesebrille hervor, beugte sich vor und bemerkte an dem kleinen Messinghaken ein einzelnes, feines Fädchen. Vorsichtig nahm er es mit der Pinzette auf. Es war rot. Er sagte nichts, sondern verstaute es in einer kleinen Tüte.
„Erzählen Sie mir vom gestrigen Abend", bat er ruhig.
Elisabeth Vogt überlegte. „Gegen halb neun hörte ich Schritte im Treppenhaus. Langsam, ich dachte, es sei einer der Nachbarn. Ich habe nicht nachgesehen." Halm notierte die Zeit. Er fragte nach dem Hausmeister, nach Ersatzschlüsseln, nach Menschen, die Zugang haben könnten. Es gebe einen Generalschlüssel, sagte sie, den der Hausmeister im Keller verwahre.
Dann klopfte es. In der Tür stand ein Mann von etwa sechzig Jahren, das schüttere graue Haar quer über den Kopf gekämmt, das Gesicht rötlich. Er trug eine ausgebeulte braune Cordhose und eine grüne Wolljacke mit Lederflicken an den Ellenbogen.
„Gunter Preiss, von gegenüber", stellte er sich vor und schob sich bereits über die Schwelle. „Ich habe alles mitbekommen. Schrecklich, so etwas. Man ist ja nirgends mehr sicher." Er redete rasch, aufgeregt, fast beflissen. Er habe gestern nichts Ungewöhnliches gesehen, betonte er, und doch wisse er genau, wie es zugehe im Haus.
„Und dieser Schlüssel", fügte er hinzu, „der mit dem roten Bändchen, der hing doch immer hier am Haken in der Diele, nicht wahr?"
Halm hielt in seiner Bewegung inne. Er sah Elisabeth Vogt an. Ihre Augen waren weit geworden. Von einem roten Bändchen hatte sie kein Wort gesagt. Und niemandem im Haus hatte sie beschrieben, wo genau der Schlüssel gehangen hatte.
[sighs]
Der Kommissar lächelte höflich und ließ sich nichts anmerken. Doch in seinem Kopf hatte sich bereits eine erste, feine Linie gezogen.
… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.
Oder erschaffe deine eigene Geschichte
Wie „Der Schlüssel im Treppenhaus“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.