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Cover: Detektiv Maxim und der Hufabdruck im Fels — Die Nacht des tapferen Schornsteinfegers

Sachbuch

Detektiv Maxim und der Hufabdruck im Fels — Die Nacht des tapferen Schornsteinfegers

Mit KI erzeugt
Geschichte & GesellschaftKinderAb 10 Jahrenca. 41 Min.

Ein seltsamer Abdruck im Felsen bei der Pfarrmühle, eine uralte Geschichte über eine Feuernacht im Mühltal und ein Schornsteinfeger, der auf einem galoppierenden Pferd durch den Wald prescht — was hat das alles miteinander zu tun? Detektiv Maxim und sein Eichhörnchen Nuss nehmen Lupe, Notizbuch und eine gehörige Portion Neugier zur Hand, um der Sache auf den Grund zu gehen. Kann ein Pferd wirklich einen Abdruck in Stein hinterlassen — und warum sollte man so einem Felsen überhaupt glauben?

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 5:29

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Zum Mitlesen: Ein Stein, der eine Geschichte erzählt

Es gibt Tage, da riecht die Luft nach Abenteuer. An einem solchen Tag saß ich auf dem Rand des Mohrenbrunnens, mitten auf dem Markt von Eisenberg, einer kleinen Stadt in Thüringen. Die Sonne wärmte das alte Pflaster, das Wasser plätscherte hinter mir, und auf meiner Schulter hockte Nuss, mein Eichhörnchen. Nuss ist klein und flink, hat rotbraunes Fell, einen buschigen Schwanz und zwei dunkle Knopfaugen, die alles bemerken, wirklich alles. Gerade drehte sie eine Haselnuss zwischen den Pfoten, als wäre auch die ein Rätsel, das gelöst werden wollte.

Vielleicht sollte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Maxim, elf Jahre alt, und ich bin Detektiv. Kein gewöhnlicher, wohlgemerkt. Ich jage keine Diebe und keine verschwundenen Hausschlüssel. Ich jage Geschichten. Alte Sagen, die die Leute sich seit vielen Jahren erzählen. Und ich will herausfinden, was daran wahr ist und was nur schön ausgedacht. Deshalb trage ich immer meinen sandfarbenen Mantel, eine Umhängetasche mit Notizbuch und Lupe, einen Bleistift hinterm Ohr und eine kleine runde Lupe an einer Kordel um den Hals. Man weiß ja nie, wann man etwas ganz genau anschauen muss.

An diesem Nachmittag kam Opa Helmut über den Markt geschlurft. Opa Helmut ist ein alter Porzellanmaler, ein freundlicher Mann mit schütterem grauem Haar und einer randlosen Brille. Seine Hände sind faltig und immer ein bisschen mit Farbe bekleckst, und über seinem karierten Hemd trägt er eine blaue Malerschürze. Sogar heute steckte ein feiner Pinsel hinter seinem Ohr, so wie bei mir der Bleistift. Wir beide, könnte man sagen, hatten dasselbe Talent: Wir bewahrten Dinge auf. Er auf Porzellan, ich in meinem Notizbuch.

„Maxim", sagte er und setzte sich schnaufend neben mich, „du suchst doch immer nach alten Geschichten. Da hätte ich eine für dich. Eine, die mir keine Ruhe lässt."

Ich spürte sofort dieses Kribbeln im Bauch. Nuss hörte auf, ihre Nuss zu drehen, und legte den Kopf schief.

„Kennst du das Mühltal?", fragte Opa Helmut. „Den Wald da draußen, mit der alten Pfarrmühle am Bach?" Ich nickte. „Dort, ganz in der Nähe der Mühle, steht ein Felsen. Und in diesem Felsen", er senkte die Stimme, als dürfte es der Brunnen nicht hören, [whispers] „ist ein Abdruck. Ein Hufeisen. Als hätte ein Pferd mitten in den harten Stein getreten."

Ich blinzelte. „Ein Hufabdruck? Im Fels?"

„So erzählt man es sich", sagte Opa Helmut. „Meine Großeltern haben es mir gezeigt, als ich noch ein Junge war. Ein Huf, eingebrannt in den Felsen, so deutlich, dass man ihn mit dem Finger nachfahren kann."

Da hatte er mich. Ich riss mein Notizbuch heraus, klappte es auf und schrieb mit großen Buchstaben oben auf die Seite: „Der Hufabdruck im Fels." Dann schaute ich Opa Helmut an. „Aber das geht doch gar nicht", sagte ich. „Stein ist hart. Ein Pferd könnte da nie hineintreten. Man müsste ja mit einem Hammer und einem Meißel stundenlang klopfen, um so etwas zu machen."

„Genau das", sagte Opa Helmut und lächelte, „ist die Frage."

Und was für eine Frage das war! Wie um alles in der Welt kommt ein Hufabdruck in einen Felsen? Und noch spannender: Wenn dort wirklich ein Pferd galoppiert sein soll, wer saß dann darauf? Wer ritt so wild durch diesen dunklen Wald, dass die Leute sich noch nach vielen, vielen Jahren davon erzählten? Es musste einen Grund geben. Niemand rast mitten in der Nacht durch ein Tal, nur zum Spaß.

Ich kaute am Ende meines Bleistifts. [pauses] Nuss sah mich an, ich sah Nuss an, und wir wussten beide: Diesen Fall mussten wir lösen. Ein Stein, der eine Geschichte erzählt — genau so etwas suche ich.

„Opa Helmut", sagte ich und klappte das Notizbuch zu, „erzähl mir alles. Von Anfang an. Wie geht die Geschichte?"

Er lehnte sich zurück, sah in den Himmel, als läge dort die alte Zeit versteckt, und begann zu erzählen.

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