LauschstundeKostenlos anmelden
Cover: König Maxim und der verwunschene Brunnen

Geschichte

König Maxim und der verwunschene Brunnen

Mit KI erzeugt
MittelalterKinderAb 10 Jahrenca. 60 Min.

Als auf der kleinen Burg am Meer endlich ein Königskind geboren wird, feiert ganz Chalkidiki – doch mitten im Fest geschieht etwas Unglaubliches: Der uralte Brunnen im Burghof erwacht und beginnt geheimnisvoll zu leuchten. Nun muss König Maxim beweisen, ob er wirklich ein guter Herrscher ist – mit der Hilfe seiner klugen Königin Elsa, einem weisen Mönch vom Heiligen Berg und einem sehr tollpatschigen Hofnarren.

Kostenlos reinhören: Die Burg am Meer

Die Burg am Meer

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 4:31

0:004:31
Tempo
Schlummer

So geht die Geschichte weiter …

Noch ca. 55 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.

Kostenlos registrieren & weiterhören

Zum Mitlesen: Die Burg am Meer

Weit im Süden, dort wo das Meer so blau ist wie ein frisch gewaschenes Tuch, ragt eine kleine Halbinsel ins Wasser. Die Menschen nennen sie Chalkidiki. Sie hat drei lange Finger, die weit hinaus ins Meer greifen, und auf dem einen dieser Finger steht, hoch oben auf einem Felsen, eine alte Burg. Man nennt so eine Burg auch ein Kastron. Sie ist nicht besonders groß und schon gar nicht prächtig. Aber sie ist voller Leben, und das ist manchmal viel mehr wert als Gold.

Es war die Zeit, die wir heute das Mittelalter nennen, ungefähr im dreizehnten Jahrhundert nach Christi Geburt. Damals gab es weder Uhren an den Wänden noch Fenster aus glattem Glas. Die Menschen richteten sich nach der Sonne, nach dem Krähen der Hähne und nach dem Läuten der Glocken. Und wenn du an jenem Frühlingsmorgen auf der höchsten Mauer der Burg gestanden hättest, dann hättest du einen Blick gehabt, der dir den Atem raubt.

Unter dir hätten sich Olivenhaine ausgebreitet, silbrig grün, mit knorrigen Stämmen, die schon viele hundert Jahre alt waren. Daneben lagen die Weinberge in ordentlichen Reihen, und der Wind trug den Duft von Kräutern und Salz heran. Ganz weit hinten aber, jenseits des glitzernden Meeres, erhob sich ein großer Berg mit einer Spitze, die im Frühling noch vom Schnee bedeckt war. Das war der Heilige Berg Athos, auf dem fromme Mönche lebten. Wenn die Sonne unterging, leuchtete er wie eine ferne, stille Wache über dem Wasser. [exhales]

Doch so schön die Aussicht auch war, die Burg selbst hatte bessere Tage gesehen. Auf den Dächern fehlten hier und da die Ziegel, sodass es bei Regen in einige Kammern tropfte. In den Mauern klafften kleine Risse, in denen sich Eidechsen sonnten. Und wenn man hinab in die Vorratskeller stieg, dann sah man mehr leere Krüge als volle. Ein bisschen Mehl, ein wenig Öl, ein paar getrocknete Feigen, das war fast alles. Der König dieser Burg war nämlich arm. So arm, dass seine Krone nicht aus echtem Gold war, sondern aus Bronze, die nur matt schimmerte.

Dieser König hieß Maxim. Er war ein Mann von etwa vierzig Jahren, mittelgroß und kräftig, mit vollem braunem Haar, das ihm bis über die Ohren fiel und an den Schläfen schon leicht ergraut war. Sein kurzer Bart war sorgfältig gestutzt, und seine Haut war von der Sonne gebräunt und warm. Er trug einen dunkelroten Umhang, der schon reichlich abgetragen war, aber so liebevoll geflickt, dass man sah: Hier ging jemand achtsam mit dem Wenigen um, das er besaß.

An seiner Seite stand Königin Elsa. Sie war etwa fünfunddreißig Jahre alt, schlank und aufrecht wie eine junge Zypresse. Ihr langes dunkelbraunes Haar hatte sie zu einem Zopf geflochten und um den Kopf gelegt, bedeckt von einem einfachen weißen Tuch. Sie trug ein bodenlanges Gewand in einem sanften Blaugrau, dessen Ärmelsäume mit feinen Mustern bestickt waren. Wer in ihre Augen blickte, spürte sofort: Diese Frau war klug und ruhig, und sie ließ sich nicht so leicht aus der Fassung bringen.

Maxim und Elsa hatten kaum Gold, doch sie hatten etwas anderes im Überfluss, nämlich ein großes Herz. Wenn eine Familie im Dorf nichts zu essen hatte, dann teilten der König und die Königin ihr eigenes Brot. Wenn ein alter Mann fror, brachte Maxim ihm eigenhändig eine Decke. Und wenn ein Kind weinte, kniete Elsa sich hin, wischte ihm die Tränen ab und erzählte ihm eine Geschichte, bis es wieder lachte. Darum liebten die Menschen ihren König und ihre Königin, obwohl die Burg bröckelte und die Keller fast leer waren.

Nur einen einzigen Wunsch hatten die beiden noch nicht erfüllt bekommen. Einen Wunsch, den sie schon so lange trugen, dass sie kaum noch zu hoffen wagten. [sighs] Sie wünschten sich ein Kind. Und an genau diesem Frühlingsmorgen sollte sich alles ändern.

… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.

Oder erschaffe deine eigene Geschichte

Wie „König Maxim und der verwunschene Brunnen“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.

Jetzt erstellen