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Cover: Mathetilda und die Brücke der tausend Steine

Belletristik

Mathetilda und die Brücke der tausend Steine

Mit KI erzeugt
AbenteuerKinderAb 6 Jahrenca. 35 Min.

Als die alte Steinbrücke nach Muschelbucht gesperrt wird und das große Erntefest in Gefahr ist, packt Mathetilda ihren Rucksack und segelt mit ihrer Katze Pfötchen übers Meer. Denn wenn niemand weiß, welche Steine die Brücke noch tragen – dann ist das genau das richtige Rätsel für eine Zahlenexpertin!

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 4:36

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Kapitel

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Zum Mitlesen: Die gesperrte Brücke

Die Sonne kletterte an diesem Morgen früh über die Dächer der kleinen Stadt am Meer. Sie warf goldene Streifen auf das Kopfsteinpflaster, und die Luft roch nach frischem Brot und ein bisschen nach Salz. Es war einer dieser Morgen, an denen einfach alles möglich schien.

Durch die schmalen Gassen lief ein Mädchen. Es war sieben Jahre alt und hieß Mathetilda. Ihre Haare hatte sie zu zwei Pferdeschwänzen gebunden, einer links und einer rechts, und beide wippten bei jedem Schritt fröhlich auf und ab. Ihre Kinderaugen waren wach und neugierig, so als würden sie überall auf der Welt kleine Rätsel suchen. Auf ihrem Lieblings-T-Shirt prangte ein geheimnisvolles Zeichen. Es sah aus wie ein winziges Tor mit zwei Beinen. Das war das Pi-Zeichen, und Mathetilda liebte es über alles.

Neben ihr trippelte eine kleine Katze. Ihr Fell war weich und grau getigert, und ihre vier Pfoten leuchteten schneeweiß, als hätte sie durch Puderzucker getapst. Um ihren Hals lag ein schmales rotes Halsband mit einem winzigen Glöckchen, das bei jedem Schritt leise klingelte. Die Katze hieß Pfötchen, und ihre grünen Augen guckten aufmerksam in alle Richtungen. Pfötchen war nicht einfach nur eine Katze. Pfötchen war Mathetildas beste Freundin und ihre Partnerin beim Rätsellösen.

„Komm, Pfötchen", rief Mathetilda und hüpfte über eine Pfütze. „Zum Marktplatz. Ich möchte wissen, was heute los ist."

Pfötchen miaute leise und sprang mit einem großen Satz hinterher. Ihr Glöckchen bimmelte fröhlich.

Auf dem Marktplatz war an diesem Morgen mehr Betrieb als sonst. Doch es war ein seltsamer Betrieb. Die Leute kauften nicht ein. Sie standen in kleinen Grüppchen zusammen und tuschelten. Manche schüttelten den Kopf. Andere zeigten mit den Fingern in Richtung Meer, dorthin, wo die tiefe Schlucht die Stadt vom Nachbardorf trennte.

Mathetilda blieb stehen und spitzte die Ohren.

„Habt ihr es schon gehört?", flüsterte eine Frau mit einem Korb voller Äpfel. „Die alte Brücke ist gesperrt."

„Gesperrt?", rief ein Mann. „Aber wie sollen wir denn jetzt nach Muschelbucht kommen?"

„Ein paar Steine sind locker geworden", sagte die Frau. „Niemand traut sich mehr hinüber. Und das große Erntefest ist doch schon in wenigen Tagen."

Mathetilda kannte die alte Brücke gut. Es war eine wunderschöne Bogenbrücke aus tausend grauen Steinen. Sie spannte sich in einem großen, sanften Bogen über die tiefe Schlucht und führte hinüber ins Nachbardorf Muschelbucht. Schon ihre Uroma war über diese Brücke gegangen, und ihre Ururoma auch. Sie war so alt, dass niemand mehr genau wusste, wer sie einst gebaut hatte.

Und jetzt sollte sie nicht mehr sicher sein?

„Wenn die Brücke gesperrt bleibt", seufzte der Mann, „dann fällt das Erntefest bestimmt aus. Und darauf freuen sich beide Dörfer schon das ganze Jahr."

[sighs]

Mathetilda spürte etwas in ihrem Bauch. Es war ein warmes, kribbelndes Gefühl, so als würden dort tausend kleine Ameisen tanzen. Sie kannte dieses Kribbeln gut. Es kam immer dann, wenn ein echtes Rätsel vor ihr lag. Ein Rätsel, das nur darauf wartete, gelöst zu werden.

Sie kniete sich zu Pfötchen hinunter und flüsterte: „Hast du gehört? Ein paar Steine sind locker. Aber welche? Und wie viele? Und muss man wirklich die ganze Brücke abreißen?"

Pfötchen legte den Kopf schief und schaute Mathetilda mit ihren grünen Augen an. Dann miaute sie einmal, ganz leise, als wollte sie sagen: Das finden wir heraus.

Mathetilda richtete sich auf. Ihre Pferdeschwänze wippten entschlossen. „Ich glaube, mit ein bisschen Rechnen und ein bisschen Köpfchen können wir das lösen", sagte sie. „Aber zuerst müssen wir jemanden fragen, der die Brücke wirklich kennt."

Und da fiel ihr sofort jemand ein. Ihr Papa, fast zwei Meter groß, mit dunkelblonden Locken, der die Brücke schon seit seiner Kindheit kannte. Wenn irgendjemand ein Geheimnis über die tausend Steine kannte, dann war es er.

„Komm, Pfötchen", sagte Mathetilda und lächelte. „Wir laufen nach Hause und fragen Papa."

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