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Cover: Der Preis der durchwachten Nacht: Was Schlafmangel wirklich mit uns macht

Sachbuch

Der Preis der durchwachten Nacht: Was Schlafmangel wirklich mit uns macht

Mit KI erzeugt
Gesundheit & Körperca. 17 Min.

Die Schöpferfreude brennt, der Bildschirm leuchtet, und die Nacht gibt immer noch eine Stunde mehr her – doch was zahlt der Körper dabei, still und sofort, noch bevor man die Augenringe überhaupt bemerkt? Jakob und Lena folgen der Spur durch vier Körpersysteme, die keine Gnade kennen. Was sie finden, ist weniger Warnung als Mechanismus – und der läuft erschreckend schnell an.

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 3:40

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Tempo
Schlummer

Kapitel

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Zum Mitlesen: Drei Uhr morgens, und der Bildschirm leuchtet noch

Drei Uhr morgens. Im Bildschirm spiegelt sich ein Gesicht, das schon längst hätte schlafen sollen. Aber die Finger tippen weiter, der Kaffee ist kalt, und draußen wird es gleich wieder hell.

Du redest von ihm. Von unserem Gründer aus der letzten Folge.

Genau von ihm. Erinnerst du dich, wie wir ihn verlassen haben? Mitten in dieser fast euphorischen Schöpferfreude, im Flow, total versunken in seinem Projekt.

Klar. Das war ja fast ansteckend. Dieses Gefühl, dass die Arbeit dich trägt und nicht umgekehrt.

Und jetzt schau ihn dir an. Es ist die fünfte Nacht in Folge, in der er weniger als sechs Stunden schläft. Nicht weil er muss. Sondern weil er nicht aufhören will.

[exhales] Puh. Fünf Nächte. Und am Ende der letzten Folge haben wir ja was versprochen.

Wir haben gesagt: Was kostet das eigentlich? Was sind die Folgen?

Genau. Und ich will gleich vorweg eins klarstellen, weil ich diese Tonlage so oft höre. Wir machen jetzt nicht auf erhobenen Zeigefinger, oder?

Überhaupt nicht. Das ist mir total wichtig. Es geht hier nicht um Moral, nicht um „du böser Mensch, geh schlafen“.

Sondern?

Sondern um Biologie. Um etwas völlig Unbestechliches. Wir fragen ganz nüchtern: Was passiert messbar im Körper, wenn man der Nacht regelmäßig Schlaf abringt? Was lässt sich im Blut nachweisen, im Herzschlag, im Gehirn?

Messbar. Das Wort gefällt mir. Weil das eben kein Gefühl ist, kein „ich bin halt müde“.

Nein. Das sind Zahlen. Und genau die werden wir uns ansehen.

Aber lass uns kurz zurück zu dem, was ihn überhaupt da hinbringt. Warum vergisst der Mensch die Zeit so komplett?

Da kommt wieder Mihály Csíkszentmihályi ins Spiel, unser Flow-Forscher aus der ersten Folge. Sein ganzes Konzept erklärt ja genau das. Im Flow verschmilzt das Zeitgefühl. Du bist so eins mit der Aufgabe, dass drei Stunden sich anfühlen wie zwanzig Minuten.

Und deshalb merkt er gar nicht, wie spät es ist.

Genau. Der Flow ist sozusagen die schöne Erklärung dafür, warum die Nacht verschwindet. Nur — und das ist der Punkt dieser Folge — der Körper merkt es sehr wohl.

[laughs softly] Der Körper führt Buch, auch wenn der Kopf abgelenkt ist.

So ist es. Und ich verspreche dir, das wird heute fast ein bisschen unheimlich, wie genau er Buch führt.

Okay, dann gib mir die Route. Wo gehen wir hin?

Wir reisen durch vier Körpersysteme. Erst der Stoffwechsel, der Zucker. Dann das Herz-Kreislauf-System. Danach das Immunsystem. Und am Ende das Gehirn selbst.

Vier Stationen. Und an jeder zahlt er einen Preis.

An jeder zahlt er. Und das wirklich Überraschende ist nicht, dass es teuer wird. Sondern wie schnell die Rechnung kommt.

Wie schnell denn?

Schneller, als irgendwer denkt. Wir reden nicht über Jahre. Wir reden über Tage. Und die erste Station zeigt das ganz brutal.

Dann fangen wir da an. Beim Zucker. Was passiert in diesen fünf Nächten mit seinem Stoffwechsel?

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