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Cover: Stonehenge und die hängenden Steine

Belletristik

Stonehenge und die hängenden Steine

Mit KI erzeugt
AbenteuerKinderAb 6 Jahrenca. 43 Min.

Als der kleine Oli am Morgen am Gartentor eine geheime Spur entdeckt, ist klar: Flick, Flock und Flausch sind wieder verschwunden — diesmal nach England, zu einem uralten Kreis aus riesigen Steinen mitten in grünen Hügeln. PauPau will sofort losrennen, Math will erst nachdenken, und Dadzie weiß schon, wie der Ort heißt: Stonehenge, die hängenden Steine. Was sie dort erwartet, hat seit Tausenden von Jahren kein Mensch vollständig erklärt.

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 7:26

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Tempo
Schlummer

Kapitel

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Zum Mitlesen: Olis großer Morgen

Es war noch ganz früh am Morgen. So früh, dass die Sonne noch verschlafen hinter den Dächern hing und der Tau wie kleine Glasperlen im hohen Gras glitzerte. Im verwilderten Garten der Familie war es still. So still, dass man die Amsel im Apfelbaum singen hören konnte und das leise Knarren des alten Gartentors. Alle schliefen noch. Fast alle. Denn einer war schon wach. Es war Oli, der kleine Bruder, jünger als seine beiden Schwestern, mit blonden Haaren, die vom Kissen ganz zerzaust waren. Barfuß und im Schlafanzug tapste er über die kühle Wiese, weil er einen Marienkäfer suchen wollte. Wo bist du, kleiner Käfer? Komm doch raus. Doch statt eines Marienkäfers fand Oli etwas anderes. Unten am Gartentor, im weichen Boden, entdeckte er kleine Abdrücke. Eine ganze Reihe. Winzige Pfotenabdrücke, hintereinander, immer dem Tor entgegen. Und direkt daneben lag etwas, das im ersten Sonnenlicht glänzte. Oh! Ein glitzernder Stein! Ein grauer, glitzernder, glänzender Stein! Oli hob das kleine graue Steinchen auf. Es war kühl und glatt und schimmerte, als hätte jemand ein Stück Nebel hineingesperrt. Und da war noch mehr. Im Spalt des Gartentors klemmte eine Karte. Eine bunte Postkarte. Pfoten! Und ein Stein! Und eine Karte! Aufwachen! Aufwachen! Kommt alle! Schnell, schnell, schnell! Oli rannte, so schnell seine kleinen Füße ihn trugen, zurück ins Haus. Er klopfte an alle Türen, er zog an allen Bettdecken, und er rief so laut, dass sogar die Amsel kurz mit dem Singen aufhörte. Was ist denn los, Oli? Warum schreist du so früh? Das war PauPau, die große Schwester, neun Jahre alt, mit blondem Haar zu einem Zopf geflochten. Sie stand schon in der Tür, den Rucksack in der Hand, denn PauPau war immer als Erste bereit. Am Tor! Da ist was! Pfoten und ein Stein und eine Karte! Kommt gucken, kommt, kommt! Ganz ruhig, Oli. Zeig es uns langsam. Dann sehen wir alles genau. Und das war Math, die jüngere Schwester, sieben Jahre alt, mit zwei blonden Pferdeschwänzen. Ihr Name klingt wie Matt. Sie war schon dabei, sich die Schuhe zuzubinden, und schaute mit ihren aufmerksamen Augen aus dem Fenster. Ein Steinchen und eine Karte am Morgen? Na, das riecht doch nach einem Abenteuer! Oder es riecht nach Frühstück. Nein, warte, es riecht nach Abenteuer mit Frühstück! Das war Dadzie, der Vater, in seiner grünen Jacke, unter dem Arm gleich zwei Rucksäcke, obwohl noch gar niemand einen brauchte. Sein Name klingt wie Dädsie. Und ganz zuletzt kam Mama in die Küche, mit ihrer warmen, ruhigen Stimme, und legte Oli die Hand auf den zerzausten Kopf. Na, mein kleiner Frühaufsteher. Dann zeig uns mal, was du gefunden hast. Sie gingen alle hinaus in den kühlen Garten, und Oli lief voraus, stolz wie ein kleiner König. Er zeigte auf die Pfotenabdrücke am Tor, einen nach dem anderen. Ich zähle drei verschiedene Spuren. Eine schnelle, eine wilde, und eine ganz gemütliche. Drei? Das heißt doch... die Füchse! Flick, Flock und Flausch sind wieder ausgebüxt! Und tatsächlich. Der Fuchskorb im Schuppen war leer. Kein Flick, kein Flock, kein Flausch. Aus der Ferne, weit hinter den Hügeln, klang nur ein einziges frohes Bellen. Es war, als lachten die drei kleinen Füchse und riefen: Fangt uns doch, wenn ihr könnt. Und die Karte! Guckt die Karte an! Ich hab sie zuerst gefunden! Das hast du, mein Held. Ganz allein, mit deinen eigenen Augen. Na, dann wollen wir mal sehen, wohin uns die Füchse diesmal locken. Dadzie zog die Postkarte behutsam aus dem Spalt des Tors und drehte sie ins Licht. Alle beugten sich darüber. Auf der Karte waren weite, grüne Hügel zu sehen, sanft wie ein Meer aus Gras. Und mitten darin standen große, graue Steine. Riesige Steine, aufgestellt in einem Kreis, und obendrauf lagen noch mehr Steine, wie schwere Balken über einer Tür. Wow. So große Steine. Wer stellt denn so etwas mitten in die Wiese? Und schaut, das kleine graue Steinchen von Oli. Es hat genau dieselbe Farbe wie die großen Steine auf der Karte. Mein Stein gehört zu den großen Steinen! Ich hab die Spur gefunden! Ich! Das hast du wirklich, Oli. Ohne dich hätte niemand die Karte gesehen. Heute bist du der Held des Morgens. Oli strahlte. Er drückte das kleine graue Steinchen fest in seine Hand, und für einen Moment fühlte er sich groß wie ein Riese. Doch dann wurde sein Gesicht ein wenig traurig. Aber ich bleibe zu Hause. Wie immer. Weil ich noch zu klein bin. Du bleibst mit mir hier, ja. Aber weißt du was? Wir zwei halten das Zuhause warm. Und wenn sie zurückkommen, erzählen sie dir alles. Jedes einzelne Steinchen. Und jetzt: Rucksäcke schnappen, Schuhe an, Karte einpacken! Die Hügel warten, und drei kleine Füchse rennen uns sonst noch davon. Ich bin schon fertig! Ich war zuerst an der Tür! Und ich habe mir die Karte ganz genau gemerkt. Grüne Hügel. Ein Kreis aus Steinen. Nebel drum herum. Und so begann ein neuer Morgen mit einer neuen Spur. Oli winkte vom Gartentor, das Steinchen sicher in der Faust, und in seinen Augen glänzte es fast so hell wie der graue Stein selbst. Wohin die Füchse diesmal gelaufen waren, wusste noch niemand. Aber die grünen Hügel auf der Karte lagen still und warteten, verhüllt von einem sanften, freundlichen Nebel. Und irgendwo dort draußen, im Grau zwischen den Wolken, stand etwas sehr, sehr Altes und wartete auf ein kleines Abenteuer.

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