
Sachbuch
Detektiv Maxim und das Rätsel des Mohrenbrunnens — Ein Kopf mit Augenbinde und seine Geschichte
Mit KI erzeugtAm Marktplatz von Eisenberg steht ein alter Steinbrunnen, und sein Geheimnis steckt direkt im Stadtwappen: ein Kopf mit Augenbinde. Warum ist er dort — und war er eigentlich schon immer da? Detektiv Maxim greift zur Lupe und beginnt zu ermitteln.
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Titelsong
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Es gibt Nachmittage, die riechen nach frischem Kuchen, nach warmem Kaffee und ein bisschen nach Abenteuer. So ein Nachmittag war es, als meine Freundin Klara mich in Eisenberg besuchte, der kleinen Stadt in Thüringen, in der ich wohne. Klara kommt aus dem nahen Jena, das ist nur ein Katzensprung mit dem Bus. Sie ist ungefähr so alt wie ich, also elf, und sie hat schulterlanges, glattes blondes Haar, das an diesem Tag von einem bunten Haarband zusammengehalten wurde. Über ihrem T-Shirt trug sie eine grüne Regenjacke, denn der Himmel sah ein bisschen nach Aprilwetter aus, und auf ihrem Rücken hing ein kleiner Rucksack.
Ach, und ich sollte mich vorstellen: Ich bin Maxim. Manche nennen mich Detektiv Maxim, und das höre ich ehrlich gesagt ziemlich gern. Ich habe kurzes, dunkelbraunes Haar, das meistens ein bisschen zerzaust aussieht, egal wie oft ich es kämme, und ein paar Sommersprossen auf der Nase. An diesem Tag trug ich, wie fast immer, meinen sandfarbenen Trenchcoat über dem karierten Hemd. Um den Hals baumelte an einer Kordel meine kleine, runde Detektiv-Lupe, hinter dem Ohr steckte ein Bleistift, und über der Schulter hing meine abgewetzte Umhängetasche mit dem Notizbuch darin. Man weiß nie, wann man ein Rätsel lösen muss.
Wir saßen in einem gemütlichen Café direkt am Markt. Und wenn ich direkt sage, dann meine ich wirklich direkt, denn gleich neben unserem Fenster plätscherte er vor sich hin: der Mohrenbrunnen, das berühmteste Wahrzeichen unserer Stadt. Auf dem steinernen Sockel stand eine lebensgroße Figur aus hellem Sandstein, ein Kopf mit einer Binde über den Augen, und das Wasser sprudelte leise in das Becken darunter.
Auf unserem Tisch standen zwei Teller mit Streuselkuchen. Klara hatte sich ein Stück mit Nüssen ausgesucht, und genau das wurde beinahe zum Verhängnis. Denn ich war natürlich nicht allein gekommen. Neben mir, auf der Rückenlehne meines Stuhls, saß Nuss, mein treuer Begleiter. Nuss ist ein kleines, flinkes Eichhörnchen aus dem Holzland, mit rotbraunem Fell, einem herrlich buschigen Schwanz und dunklen Knopfaugen, die alles beobachten. Und ich meine wirklich alles.
Kaum hatte Klara einen Moment weggeschaut, um aus ihrer Tasse zu trinken, da flitzte Nuss über den Tisch. Blitzschnell streckte er die Pfötchen nach einer knackigen Nuss aus, die auf dem Rand ihres Tellers lag. Fast hätte er sie geschnappt. Doch im letzten Augenblick drehte Klara sich um, und Nuss erstarrte mitten in der Bewegung, eine Pfote noch in der Luft, als hätte er sich nur mal ganz zufällig gestreckt.
Klara lachte. [laughs softly] „Netter Versuch, kleiner Dieb", sagte sie und schob ihm die Nuss selbst hin. Nuss zögerte keine Sekunde, packte sie und knabberte zufrieden los.
Dann aber wurde Klara nachdenklich. Sie legte ihre Kuchengabel zur Seite, stützte das Kinn in die Hand und schaute hinaus auf die steinerne Figur im Brunnen. Eine Weile sagte sie gar nichts. Das Wasser gluckerte, irgendwo klapperte eine Kaffeetasse, und über dem Markt zog eine einzelne Wolke vorbei.
[pauses] „Maxim", sagte sie schließlich und zeigte mit dem Finger geradewegs auf den Brunnen, „darf ich dich mal was fragen? Ich sehe diesen Brunnen jedes Mal, wenn ich hier bin. Und immer denke ich dasselbe. Was hat es mit dieser Figur eigentlich auf sich? Und dieses alte Wort, das da im Namen steckt — woher kommt das? Was bedeutet es? Und warum trägt eine kleine Stadt wie Eisenberg so etwas mitten auf ihrem Marktplatz spazieren?"
Ich legte meine Gabel ebenfalls hin. Denn genau so beginnt jeder gute Fall: mit einer einfachen Frage, auf die niemand sofort eine Antwort weiß. Ich griff nach meinem Notizbuch, klappte es auf und zog den Bleistift hinter dem Ohr hervor.
„Weißt du was, Klara", sagte ich und spürte dieses vertraute Kribbeln, „das ist eine hervorragende Frage. Und ich glaube, wir haben gerade einen neuen Fall eröffnet." Nuss hob den Kopf, als hätte er verstanden. Und ehrlich gesagt: Wo genau man mit dem Suchen anfängt, das ahnte ich da noch gar nicht.
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