
Geschichte
Neferu und das Geheimnis der verschwundenen Feigenkuchen
Mit KI erzeugtIm Handwerkerdorf Deir el-Medina, wo die Sonne auf den Nil glitzert und das große Opet-Fest näherrückt, verschwinden Großmutter Ipwets berühmte Feigenkuchen – einer nach dem anderen, wie von Zauberhand. Die mutige achtjährige Neferu und ihr Freund Seti nehmen die Ermittlungen auf und folgen dabei den seltsamsten Spuren durch die engen Gassen des alten Ägypten. Wer steckt hinter dem süßen Diebstahl – und ist es wirklich ein Diebstahl?
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Der Duft von Feigenkuchen
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Die Sonne kam über den Nil, langsam und golden, so wie jeden Morgen. Ihre ersten Strahlen krochen über die Sandhügel im Westen und legten sich warm auf die kleinen weißen Häuser des Dorfes. Dieses Dorf hieß Deir el-Medina. Hier wohnten die Handwerker, die Maler und die Steinmetze, die für den großen König Ramses arbeiteten. Und hier, in einem dieser Häuser, wachte ein Mädchen auf.
Das Mädchen hieß Neferu. Sie war ungefähr acht Jahre alt und hatte warme, hellbraune Haut und schwarze, glatte Haare. Ihre Haare waren zu einer langen Locke geflochten, die ihr an einer Seite über die Schulter fiel. Auf ihrer Wange saß ein kleines Muttermal, und wenn sie lachte, blitzten ihre dunklen Augen wie zwei fröhliche Sterne. Um ihren Hals trug sie eine kleine blaue Perlenkette, und sie schlüpfte schnell in ihr einfaches weißes Leinenkleidchen.
Neferu rieb sich die Augen und gähnte. Da spürte sie etwas Weiches an ihrem Fuß. Es war Miu, ihre Katze. Miu war schlank und goldgelb, mit grünen Augen und dunklen Streifen an den Beinen. Auf ihrer Brust hatte sie einen kleinen weißen Fleck, und um den Hals trug sie ein rotes Halsband aus geflochtenen Fäden. „Guten Morgen, Miu", [whispers] flüsterte Neferu und kraulte die Katze hinter den Ohren. Miu schnurrte und drückte ihr Köpfchen an Neferus Hand.
Dann aber hob Neferu die Nase in die Luft und schnupperte. Ein Duft zog durch das Haus. Ein süßer, warmer, wunderbarer Duft. Es roch nach Honig, nach Datteln und ganz besonders nach Feigen. Neferu sprang sofort auf. Diesen Duft kannte sie genau. „Großmutter backt!", rief sie und lief in den Hof hinaus.
Dort, im hinteren Teil des Hofes, stand Großmutter Ipwet. Sie war eine freundliche alte Frau von etwa sechzig Jahren, mit faltiger, hellbrauner Haut und wachen dunklen Augen. Ihre grauen Haare hatte sie unter einem gestreiften Tuch versteckt, und ihre Hände waren, wie immer, ganz weiß von Mehl. Sie trug ein langes weißes Leinenkleid und summte leise vor sich hin, während sie einen Teig knetete.
„Ah, da bist du ja, meine Kleine", sagte Großmutter Ipwet und lächelte. „Ich habe schon gehört, wie deine Nase dich hierher gebracht hat."
Neferu lachte. „Backst du Feigenkuchen, Großmutter? Für das Fest?"
„Genau das tue ich", sagte die Großmutter und nickte. „Bald ist das große Opet-Fest. Das schönste Fest im ganzen Jahr. Dann ziehen die Priester in einer großen Prozession durch Theben, drüben am anderen Ufer des Nils. Es gibt Musik und Tänzer, und alle Menschen freuen sich. Und ich, meine Kleine, ich backe dafür meine berühmten Feigenkuchen."
Neferu wusste, dass die Feigenkuchen ihrer Großmutter die besten im ganzen Dorf waren. Alle Nachbarn sagten das. Sie waren süß und weich und schmeckten nach Sonne und Honig.
„Darf ich helfen?", fragte Neferu und hüpfte vor Aufregung.
„Aber natürlich", sagte Großmutter Ipwet. „Große Mädchen dürfen helfen. Hier, nimm die Feigen und schneide sie in kleine Stücke. Aber vorsichtig, ja?"
Neferu setzte sich auf einen kleinen Schemel und begann, die weichen Feigen zu schneiden. Sie war sehr stolz. Miu saß daneben und beobachtete alles mit ihren grünen Augen. Ab und zu naschte Neferu heimlich ein Stückchen Feige, und Großmutter Ipwet tat so, als würde sie es nicht sehen.
So verging der Morgen. Die Sonne stieg höher, das Dorf erwachte, und überall hörte man die Geräusche des Alltags. Irgendwo klopfte ein Steinmetz, irgendwo lachte ein Kind, und aus den Häusern zog der Duft von frischem Brot. Am Ende standen viele goldene Feigenkuchen auf einem Brett, damit sie schön abkühlen konnten.
„So", sagte Großmutter Ipwet zufrieden. [sighs] „Nun lassen wir sie über Nacht ruhen. Morgen backen wir noch mehr."
Neferu betrachtete die duftenden Kuchen und lächelte glücklich. Sie ahnte noch nicht, dass am nächsten Morgen etwas ganz Seltsames geschehen würde.
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