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Cover: Mathetilda und die Schatzkarte der sieben Inseln

Belletristik

Mathetilda und die Schatzkarte der sieben Inseln

Mit KI erzeugt
AbenteuerKinderAb 6 Jahrenca. 38 Min.

Als Mathetilda in der alten Truhe des Hafenmanns Papa eine verblasste Karte mit sieben geheimnisvollen Inseln entdeckt, weiß sie sofort: Hier steckt ein Zahlenrätsel drin – und das will sie lösen! Zusammen mit ihrer klugen Katze Pfötchen bricht sie aufs glitzernde Meer auf, denn wer genau hinschaut und mutig rechnet, kann fast jedes Geheimnis knacken.

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 5:42

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Zum Mitlesen: Die staubige Karte in Papas Truhe

Am Hafen roch es an diesem Morgen nach Salz und nach warmem Holz. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und ließ das Wasser glitzern, als hätte jemand tausend kleine Sterne hineingestreut. Möwen riefen, Boote schaukelten sanft, und über allem lag dieses fröhliche Kribbeln, das nur ein richtig schöner Sommertag mit sich bringt. Mitten in diesem Glitzern lief ein Mädchen den Steg entlang. Sie hieß Mathetilda und war sieben Jahre alt. Auf ihrem Kopf wippten zwei Pferdeschwänze, einer links und einer rechts, und ihre Augen blitzten neugierig wie zwei kleine Fragezeichen. Auf ihrem Lieblings-T-Shirt prangte ein geheimnisvolles Zeichen, das aussah wie ein kleines Tor mit zwei Beinen. Es war das Pi-Zeichen, und Mathetilda liebte es über alles. Neben ihr trippelte eine kleine Katze mit weichem, grau-getigertem Fell. Ihre Pfoten waren weiß wie kleine Söckchen, ihre Augen leuchteten grün, und ihr Schwanz stand kerzengerade nach oben. Das war Pfötchen, Mathetildas beste Freundin und klügste Mitdenkerin. Guten Morgen, Papa! Auf einer alten Kiste saß Papa, ein sehr großer Mann, fast zwei Meter groß, mit dunkelblonden Locken. Er trug ein verwaschenes T-Shirt und eine gemütliche Weste mit großen Taschen voller Werkstattkram. Am Hinterkopf schimmerte seine runde kahle Stelle, die Mathetilda liebevoll seinen Hubschrauberlandeplatz nannte. Papa lächelte, dass sich seine Augen zu zwei Fältchen zusammenzogen. Ah, Mathetilda! Und die kluge Pfötchen. Ihr kommt gerade recht. Ich räume meine alte Truhe aus, und die ist voller Krimskrams. Helft ihr mir? Aber natürlich! Und schon kniete sich Mathetilda vor die Truhe. Sie war schwer und alt und roch nach Meer. Stück für Stück holten sie Dinge heraus. Schau, Papa, eine Muschel! So groß wie meine ganze Hand. Und hier, ein Knäuel altes Tauwerk, ganz rau und knotig. Oho, und da hinten, siehst du? Ein verbeulter Blechbecher, ein rostiger Kompass und ein Stück glattes, blaues Glas. Pfötchen steckte ihre Nase überall hinein. Der Staub kitzelte sie in der kleinen Katzennase. Hatschi! [laughs] Gesundheit, Pfötchen! Doch dann, ganz unten in der Truhe, unter den Muscheln und dem Tauwerk, spürten Mathetildas Finger etwas anderes. Etwas Dünnes, etwas Raschelndes. Sie zog es vorsichtig heraus. Es war eine Karte. Eine alte, verblasste Karte aus rauem Papier, an den Rändern schon ganz weich und gewellt. Mathetilda hielt den Atem an. Auf der Karte war das Meer gemalt, in blassem Blau. Und mitten im Meer lagen sieben kleine Inseln, wie Punkte in einer Reihe. Neben jeder Insel stand eine Zahl, klein und krakelig geschrieben. Oh. Was ist das denn? Papa beugte sich vor. Seine Locken kitzelten fast das Papier. Ach, die alte Karte. Die liegt schon ewig hier unten. Sieben Inseln und lauter Zahlen. Aber was die Zahlen bedeuten, das hat noch niemand herausgefunden. Niemand? Niemand. Man sagt, die Karte führt zu einem Schatz. Aber es gibt kein Kreuz, kein X, gar nichts, das den Ort zeigt. Nur diese Zahlen. Viele haben es versucht. Alle haben aufgegeben. Mathetilda strich mit dem Finger über die Zahlen. Sie las sie leise vor. Zwei … fünf … acht … Ihr Herz begann schneller zu klopfen. Zahlen! Zahlen waren das Allerschönste auf der ganzen Welt. Und diese Zahlen hier flüsterten ihr etwas zu, ganz leise, wie ein Geheimnis. Neben ihr richtete Pfötchen den Schwanz auf. Er stand jetzt kerzengerade nach oben, gebogen wie ein kleines Fragezeichen. Das tat Pfötchen immer, wenn eine gute Idee in der Luft lag. Mrrau! Papa sah die beiden an und lächelte verschmitzt. Dann drückte er Mathetilda die Karte in die Hand und zwinkerte. Weißt du was? Ich glaube, wenn es irgendjemand schafft, dieses Rätsel zu lösen, dann bist du es. Nimm sie. Sie gehört jetzt dir. Danke, Papa! Ich passe ganz doll auf sie auf, versprochen! Mathetilda hielt die Karte fest an sich gedrückt. In ihrem Kopf begann es schon zu rechnen. Zwei, fünf, acht … Da war ein Muster. Sie spürte es ganz genau. Und sie würde es finden. Schnurr.

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