
Sachbuch
Detektiv Maxim und die Feen des Velebit — Das Rätsel vom Ferienhaus über Senj
Mit KI erzeugtAls Maxims großer Bruder auf der Urlaubsfahrt nach Kroatien von goldhaarigen Bergfeen und mysteriösem Spuk raunt, zückt der kleine Detektiv sofort sein Notizbuch. Doch was sich rund um das einsame Ferienhaus oberhalb von Senj abspielt, ist seltsamer als jeder Bruderscherz: Die Vermieterin bestätigt die Geschichte — vollkommen ernst. Steckt hinter den Vile Velebita wirklich nur ein altes Märchen, oder hat der Nebel im Velebit-Gebirge ein ganz anderes Geheimnis?
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Titelsong
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Kapitel
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Es gibt eine Sorte von Kribbeln, das kennt man nur, wenn man Detektiv ist. Es beginnt irgendwo zwischen den Schulterblättern, kriecht den Nacken hinauf und lässt die Ohren spitzer werden als die eines Fuchses. Genau dieses Kribbeln spürte ich, als wir seit sechs Stunden auf der Autobahn nach Kroatien unterwegs waren und mein großer Bruder Vincent sich zu mir herüberbeugte.
Aber der Reihe nach. Ich heiße Maxim, ich bin elf Jahre alt, und wenn ich unterwegs bin, trage ich immer meinen sandfarbenen Trenchcoat, auch wenn draußen die Sonne brennt. In meiner abgewetzten Umhängetasche stecken die wichtigsten Werkzeuge eines Ermittlers: ein Notizbuch, ein Bleistift, den ich meistens hinterm Ohr klemme, und meine kleine runde Lupe, die an einer Kordel um meinen Hals baumelt. An diesem Tag steckte allerdings noch etwas anderes in der Tasche. Etwas Rotbraunes, Buschiges, mit wachen schwarzen Knopfaugen. Nuss, mein Eichhörnchen aus dem Holzland, hatte sich heimlich als blinder Passagier eingeschmuggelt und lugte gerade vorsichtig zwischen dem Reißverschluss hervor, als wollte es fragen, ob wir bald ankommen.
Wir wollten nämlich nicht irgendwohin. Unser Ziel war ein Ferienhaus hoch oben im Velebit-Gebirge, an der kroatischen Adriaküste, in einem winzigen Ort namens Podpilo achtundachtzig, ganz in der Nähe des Bergdorfs Alan. Das alles liegt oberhalb der alten Hafenstadt Senj, in einer Gegend, die manche Menschen ehrfürchtig das Land der Feen nennen. Ich wusste damals noch nicht, warum. Aber ich sollte es bald herausfinden.
Vincent ist siebzehn, hochgewachsen und schlaksig, mit dunkelblondem Haar und einer Sommerhaut, die schon nach dem ersten Tankstopp gebräunter aussah als meine. Um den Hals trug er seine Kopfhörer wie einen zweiten Reißverschluss, und meistens hörte er Musik und tat so, als wäre ich Luft. Doch jetzt schob er die Kopfhörer nach unten, warf einen Blick nach vorn, wo unsere Eltern über die richtige Ausfahrt stritten, und flüsterte mir mit tiefer, geheimnisvoller Stimme ins Ohr: „Weißt du eigentlich, Maxim, dass es da oben, wo wir hinfahren, spuken soll?"
Ich sagte erst einmal gar nichts. Das ist ein alter Detektiv-Trick. Wer schweigt, bringt den anderen zum Weiterreden.
„Rund um das Ferienhaus", raunte Vincent und machte große Augen, „sollen nachts merkwürdige Dinge passieren. Nebel, der aus dem Nichts kommt. Ein Heulen zwischen den Felsen. Und Gestalten, die im Mondlicht über die Berge huschen. Die Leute erzählen sich das schon seit Ewigkeiten."
[breathes] Jetzt, das muss ich zugeben, spürte ich das Kribbeln in voller Stärke. Denn ich kannte meinen Bruder gut genug, um zu wissen, dass er mich schrecklich gern ärgerte. Wahrscheinlich hatte er sich die ganze Geschichte gerade eben ausgedacht, nur um zu sehen, ob ich mich fürchte. Ein guter Detektiv fällt auf so etwas natürlich nicht herein. Ein guter Detektiv sagt sich: Eine Behauptung ist noch kein Beweis. Nur weil jemand etwas flüstert, ist es noch lange nicht wahr.
Und trotzdem. Trotzdem hatte Vincent, ohne es zu ahnen, ein winziges Türchen aufgestoßen. Denn genau darum geht es bei meiner Arbeit: Ich sammle Geschichten, die sich Menschen erzählen, und dann prüfe ich sie. Ich frage: Woher kommt das? Wer hat es zuerst gesagt? Steckt vielleicht ein Körnchen Wahrheit darin, oder ist alles nur erfunden? Ich trenne den Beleg von der bloßen Vermutung, so sauber, wie man ein Ei vom Eiweiß trennt.
Also klappte ich mein Notizbuch auf, nahm den Bleistift hinterm Ohr hervor und schrieb in ordentlichen Buchstaben eine einzige Frage an den Anfang der Seite: Gibt es den Spuk von Podpilo wirklich? Nuss stupste mit der Nase gegen den Bleistift, als wollte es zustimmen. Ein neuer Fall war eröffnet.
Draußen wurden die Hügel höher, die Luft roch plötzlich nach Salz und warmem Stein, und irgendwo vor uns, hinter der nächsten Kurve, wartete das Bergdorf Alan. [pauses] Und mit ihm die Frau, die den Schlüssel zu allem in der Hand hielt — im wahrsten Sinne des Wortes.
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