LauschstundeKostenlos anmelden
Cover: Die Hinterhof-Detektive und der Fall der verschwundenen Fahrräder

Krimi

Die Hinterhof-Detektive und der Fall der verschwundenen Fahrräder

Mit KI erzeugt
Cosy CrimeKinderAb 10 Jahrenca. 34 Min.

Am Montagmorgen sind drei Fahrräder aus dem Hinterhof der Lindenhof-Siedlung spurlos verschwunden – keine aufgebrochenen Schlösser, nur seltsame Spuren im Asphalt. Marlene, Bruno und Kiki gründen kurzerhand ihre eigene Detektei und nehmen die Ermittlungen in die Hand. Doch je mehr Hinweise sie sammeln, desto rätselhafter wird der Fall.

Kostenlos reinhören: Ein leerer Fahrradständer

Ein leerer Fahrradständer

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 4:13

0:004:13
Tempo
Schlummer

So geht die Geschichte weiter …

Noch ca. 29 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.

Kostenlos registrieren & weiterhören

Zum Mitlesen: Ein leerer Fahrradständer

An diesem Montagmorgen roch der Hinterhof von Lindenhof noch nach Regen. Die Pfützen zwischen den Pflastersteinen glänzten wie kleine Spiegel, und über den Dächern hingen die letzten grauen Wolken, als hätten sie es eilig, weiterzuziehen. Der Sturm der Nacht war vorbei. Aber irgendetwas stimmte nicht.

Marlene stand vor dem alten Fahrradständer und blinzelte, als könnte sie mit den Augen etwas zurückzaubern, das einfach nicht mehr da war. Sie war zehn Jahre alt, hatte hellbraune Haare zu zwei ordentlich geflochtenen Zöpfen und eine kleine Nase voller Sommersprossen. Über ihrer gelben Regenjacke baumelte an einer Kordel eine Lupe, die sie sonst nur für Käfer und Blätter benutzte. Jetzt umklammerte sie die Lupe, als bräuchte sie Halt.

„Mein Rad", sagte sie leise. „Mein Rad ist weg."

Und nicht nur ihres. Der Ständer, in dem sonst mindestens ein Dutzend Fahrräder standen, wirkte an diesem Morgen seltsam leer. Genau drei Plätze gähnten frei: Marlenes rotes Rad, das grüne von der alten Frau aus dem zweiten Stock und ein knallblaues Kinderrad mit Klingel in Froschform. Alle drei verschwunden. Über Nacht. Einfach so.

Bruno kam mit großen Schritten über den Hof gestapft und ging sofort in die Hocke. Er war elf, kräftig gebaut, hatte kurze schwarze Locken unter einer Schirmmütze und einen dunklen Hautton, der im blassen Morgenlicht warm leuchtete. Seine blaue Latzhose hatte mehr Taschen, als ein Mensch je brauchen konnte, und aus einer davon lugte ein kleiner Schraubenzieher. Bruno tippte prüfend gegen die Metallstange des Ständers.

„Kein Schloss aufgebrochen", stellte er fest und runzelte die Stirn. „Guck mal, Marlene. Die Ketten liegen nicht durchgeschnitten hier rum. Da ist gar nichts kaputt."

„Aber wie holt man drei Räder aus einem Ständer, ohne ein einziges Schloss zu knacken?", fragte Marlene.

„Genau das", sagte Bruno, „ist die Frage."

In diesem Moment sauste ein grüner Blitz um die Ecke. Kiki bremste so scharf, dass die leuchtenden Sohlen ihrer roten Turnschuhe kurz aufblinkten. Sie war neun, sehr schlank, und ihr rotes, glattes Haar wippte in einem hohen Pferdeschwanz. Über ihrem grünen Kapuzenshirt hatte sie die Kapuze halb hochgezogen, obwohl es längst nicht mehr regnete.

„Ich hab's gehört, ich hab's gehört!", rief sie außer Atem. „Frau Winkler aus dem dritten Stock hat's meiner Mutter erzählt. Alle reden davon." Sie stemmte die Hände in die Hüften und starrte auf die leeren Plätze. „Wahnsinn. Es ist wirklich passiert."

Eine Weile sagte niemand etwas. Drei Kinder, ein leerer Ständer und jede Menge Fragen. [sighs]

Dann kniff Kiki plötzlich die Augen zusammen. Sie sah eben immer die Dinge, die anderen entgingen. „Da", sagte sie und deutete auf den Boden. „Was sind das für Kratzer?"

Tatsächlich. Auf dem grauen Asphalt vor dem Ständer zogen sich mehrere helle Schrammen entlang, kurz und geschwungen, als hätte jemand etwas Schweres über den Boden geschoben. Marlene ließ sich sofort auf die Knie sinken und hielt ihre Lupe darüber. Durch das Glas sahen die Kratzer aus wie kleine silberne Flüsse.

„Die führen dahin", murmelte sie und folgte ihnen mit dem Finger, bis der Asphalt am Rand des Hofes in weiche, matschige Erde überging. Und dort, im aufgeweichten Boden neben dem Rasen, entdeckten die drei etwas noch Merkwürdigeres.

Zwei Spuren. Zwei schmale, parallel verlaufende Rillen, die sich nebeneinander durch den Matsch zogen. Nicht breit wie Autoreifen. Nicht dünn und einzeln wie ein Fahrradreifen. Sondern doppelt, wie zwei kleine Räder, die brav nebeneinander herrollten.

„Das", sagte Bruno langsam und tippte sich nachdenklich gegen das Kinn, „ist kein Fahrrad. Und auch kein Auto."

„Was dann?", [whispers] Kiki.

Marlene richtete sich auf. In ihren Augen glomm etwas Neues, etwas Entschlossenes. Ihr Rad war weg, ja. Aber hier lagen Spuren. Und Spuren, das wusste sie ganz genau, erzählten immer eine Geschichte — man musste nur klug genug sein, sie zu lesen.

„Kommt mit", sagte sie und drehte sich zum alten Geräteschuppen um. „Ich glaube, wir haben ab heute eine Aufgabe."

… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.

Oder erschaffe deine eigene Geschichte

Wie „Die Hinterhof-Detektive und der Fall der verschwundenen Fahrräder“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.

Jetzt erstellen