
Belletristik
Das Uhrenzimmer von Gut Falkenstein
Mit KI erzeugtAls Restauratorin Marlene Voss in einem verwitterten norddeutschen Herrenhaus eintrifft, um eine antike Standuhr zu reparieren, ahnt sie nicht, dass das Uhrwerk mehr hütet als bloßes Schweigen. Denn jeden Nacht bleibt die Uhr um genau Viertel nach drei stehen – und weder die betagte Hausherrin noch der schweigsame Gärtner wollen erklären, warum. Je tiefer Marlene in das Innenleben der Uhr eindringt, desto mehr spürt sie: Dieses Haus wartet seit Jahrzehnten darauf, ein Geheimnis loszulassen.
Kostenlos reinhören: Ankunft im Nebel
Ankunft im Nebel
Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 2:25
So geht die Geschichte weiter …
Noch ca. 12 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.
Kostenlos registrieren & weiterhörenZum Mitlesen: Ankunft im Nebel
Der Nebel kam mir entgegen wie ein lebendiges Wesen, als ich an jenem Spätherbstmorgen die letzte Wegbiegung hinter mir ließ. Er lag über den Moorwiesen, schwer und weiß, und verschluckte die Konturen der alten Eichen, deren kahle Äste sich darüber erhoben wie die Finger schlafender Riesen. Mein Wagen rollte langsam über den aufgeweichten Kiesweg, und dann, mit einem Mal, tauchte es aus dem Dunst auf: Gut Falkenstein.
Es war ein verwittertes Herrenhaus, dessen graue Mauern von Efeu überwuchert waren. Die Fenster blickten mich an wie müde Augen, die zu lange wach geblieben sind. Irgendwo links erkannte ich den Schimmer eines zugewachsenen Teiches, halb verborgen hinter Schilf und Nebelschwaden.
Ich stieg aus, und die Stille traf mich wie ein Schlag. [pauses] Keine Vögel, kein Wind, nur das leise Tropfen von Feuchtigkeit, die von den Bäumen fiel.
Die Hausherrin empfing mich an der Tür. Henrike von Falkenstein war eine hochgewachsene, betagte Frau mit weißem Haar, das streng zurückgebunden war, und mit Augen, die kühl und wachsam wirkten. „Frau Voss", sagte sie und reichte mir eine schmale, kalte Hand. „Sie sind pünktlich. Das schätze ich."
Ihr Ton war höflich, doch ohne jede Wärme. Sie führte mich durch eine Diele, in der die Zeit stehengeblieben schien, vorbei an verblassten Porträts und staubigen Spiegeln. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich am Ende des Flures eine Gestalt: einen älteren Mann in derber Gartenkleidung, der reglos im Schatten stand und mich beobachtete. Henrike folgte meinem Blick. „Das ist Theo", sagte sie knapp. „Er kümmert sich um alles." Mehr erklärte sie nicht.
Dann öffnete sie eine schwere Tür, und ich trat in das Uhrenzimmer.
Da stand sie: eine prächtige Standuhr aus dunklem Nussbaumholz, fast bis zur Decke reichend, mit einem Zifferblatt aus vergilbtem Email und kunstvoll geschnitzten Verzierungen. Ihr Pendel schwang ruhig hin und her, und ihr Ticken füllte den Raum mit einem tiefen, getragenen Schlag, der mir bis in die Knochen drang.
„Sie soll wieder werden, wie sie war", [whispers] sagte Henrike leise. Etwas in ihrer Stimme zitterte, kaum merklich, ehe sie sich abwandte.
Ich legte meine Hand auf das kühle Holz und spürte etwas, das ich noch nicht benennen konnte – als hätte dieses Haus mir etwas zu erzählen, das es seit Jahrzehnten in sich verschloss.
… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.
Oder erschaffe deine eigene Geschichte
Wie „Das Uhrenzimmer von Gut Falkenstein“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.