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Cover: Das Rätsel vom Nebelforsthaus

Krimi

Das Rätsel vom Nebelforsthaus

Mit KI erzeugt
RegionalkrimiKinderAb 12 Jahrenca. 6 Min.

Als auf der Klassenfahrt in den Thüringer Wald die uralte Wanderpokal-Glocke des Forsthauses spurlos verschwindet, nehmen Jonas, Chad, Leon und Tagir die Ermittlungen selbst in die Hand. Pfotenspuren im Fichtennadelboden, ein mysteriöses Glöckchen in der Nacht und ein wortkarg-nervöser Hausmeister – die vier Freunde stehen vor einem Rätsel, das tiefer in den nebligen Wald führt, als ihnen lieb ist.

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Die verschwundene Glocke

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 3:05

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Schlummer

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Zum Mitlesen: Die verschwundene Glocke

Der Bus schnaufte den letzten Berg hinauf, und dann tauchte es aus dem Nebel auf: das alte Forsthaus, dunkel und breit, mit einem Dach so steil wie eine Zipfelmütze. Rundherum standen Fichten, dicht an dicht, und aus ihren Wipfeln tropfte feuchte Stille. Jonas presste die Nase ans Fenster. In seiner roten Regenjacke wippte er vor Aufregung, die Umhängetasche mit den Notizbüchern fest an sich gedrückt.

"Da wohnen wir?", flüsterte Chad und zog die Kapuze seines viel zu großen grünen Pullis enger. Die Stirnlampe an seinem Hals baumelte nervös hin und her.

Frau Kelbra, ihre Klassenlehrerin, klatschte in die Hände. Ihre runde Brille beschlug sofort in der kühlen Luft. "Raus mit euch, aber ordentlich!"

Leon war natürlich als Erster draußen, seine leuchtenden Turnschuhstreifen blitzten über das nasse Gras. Tagir folgte ruhig, das kleine Fernglas an einem Band um den Hals, und ließ den Blick über alles gleiten, als würde er die Umgebung heimlich vermessen.

Am Abend brannte ein großes Lagerfeuer. Es roch nach Thüringer Rostbratwurst, nach Rauch und nach Wald. Herr Bräutigam, der Hausmeister mit dem grauen Vollbart und dem Hut mit dem Gamsbart, drehte die Würste über der Glut. "Seht ihr die Glocke über der Tür?", brummte er. "Die hängt da seit hundert Jahren. Die alte Wanderpokal-Glocke. Wer sie läutet, dem bringt der Rennsteig Glück." Er sagte es leise, fast zärtlich, und rückte danach schnell seinen Hut zurecht.

In dieser Nacht wachte Jonas auf. Ein feines, helles Glöckchen klang durch die Dunkelheit, ganz nah, dann ein leises Kratzen an Holz. Chad saß kerzengerade im Bett. [whispers] "Habt ihr das auch gehört?" Leon zog sich die Decke über den Kopf, und Tagir lauschte mit geschlossenen Augen, bis das Geräusch im Nebel verschwand.

Am Morgen war der Platz über der Tür leer. Die berühmte Glocke war weg. Frau Kelbra runzelte die Stirn, die ganze Klasse tuschelte, doch die vier Jungs wussten sofort: Das war ein Fall für sie.

"Niemand fasst irgendetwas an", bestimmte Jonas und holte sein Notizbuch heraus. Sie knieten sich vor die Tür. Tagir entdeckte es als Erster: winzige Abdrücke im weichen Boden, kaum größer als eine Zwei-Euro-Münze, mit kleinen Zehen. "Pfoten", murmelte er.

Chad zeigte auf den Türrahmen. Dort klebte ein goldbrauner Tropfen, zäh und glänzend. "Harz", sagte Tagir und roch daran. "Frisch. Von einer Fichte."

Da kam Herr Bräutigam um die Ecke. Als er die vier vor der Tür knien sah, blieb er abrupt stehen. "Hier gibt's nichts zu suchen", sagte er rau, drehte sich um und ging schneller davon, als ein Hausmeister eigentlich gehen sollte.

[sighs] Jonas sah den anderen in die Augen. Warum war Herr Bräutigam auf einmal so nervös? Und wem gehörten diese winzigen Pfoten? Die Jungs wussten: Das war erst der Anfang.

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