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Cover: Detektiv Maxim und der Berg aus Eisen — Das Rätsel um den vergessenen Silberstollen

Sachbuch

Detektiv Maxim und der Berg aus Eisen — Das Rätsel um den vergessenen Silberstollen

Mit KI erzeugt
Geschichte & GesellschaftKinderAb 10 Jahrenca. 61 Min.

Warum heißt Eisenberg eigentlich Eisenberg? Als ein Tourist laut in die falsche Richtung rät, spitzt Detektiv Maxim die Ohren — und sein Eichhörnchen Nuss die Schnauze. Denn irgendwo in den alten Hängen soll ein Stollen verborgen liegen, in dem einst Silber geglänzt haben soll. Oder war da doch etwas ganz anderes?

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 5:09

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Tempo
Schlummer

Kapitel

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Zum Mitlesen: Ein Name am Brunnenrand

Es gibt Fragen, die liegen jahrelang direkt vor deiner Nase, und du siehst sie einfach nicht. So eine Frage erwischte mich an einem ganz gewöhnlichen Nachmittag, mitten auf dem Marktplatz, und ich sage euch, sie hat mich nicht mehr losgelassen.

Aber der Reihe nach. Mein Name ist Maxim, und die meisten Leute in der Stadt kennen mich als Detektiv Maxim, auch wenn ich erst elf Jahre alt bin. Ich habe kurzes, dunkelbraunes Haar, das ständig ein bisschen zerzaust aussieht, ganz egal, wie oft ich mit der Hand darüberfahre. Über meinem karierten Hemd trage ich einen sandfarbenen Trenchcoat, der schon ein paar Abenteuer hinter sich hat, und an einer Kordel um den Hals baumelt meine kleine runde Lupe. Ein Bleistift steckt hinter meinem Ohr, und in meiner abgewetzten Umhängetasche liegt mein wichtigstes Werkzeug überhaupt: mein Notizbuch. Ohne das gehe ich nirgends hin.

An diesem Nachmittag saß ich also am Rand des Mohrenbrunnens mitten auf dem Eisenberger Markt. Das Wasser plätscherte leise, die Sonne wärmte die alten Pflastersteine, und neben mir hockte Nuss. Nuss ist mein bester Freund und, das muss ich fairerweise dazusagen, ein Eichhörnchen. Ein kleines, flinkes Kerlchen mit rotbraunem Fell, einem buschigen Schwanz und dunklen Knopfaugen, die immer so aussehen, als würden sie gerade etwas Spannendes entdecken. Meistens tun sie das auch.

Ich kritzelte gerade ein paar Beobachtungen in mein Notizbuch, nichts Wichtiges, eher so Detektiv-Aufwärmübungen, als zwei Schritte hinter mir ein Tourist stehen blieb. Ein Mann mit Sonnenhut und einer riesigen Landkarte, die er verkehrt herum hielt. Er schaute auf das kleine Schild mit dem Stadtnamen, kratzte sich am Kinn und sagte laut zu seiner Frau: „Eisenberg. Na, hier haben bestimmt früher Ritter gewohnt. In Eisenrüstungen, verstehst du? Deshalb der Name."

Seine Frau nickte höflich, und die beiden schlenderten weiter. Ich aber blieb sitzen, als hätte mir jemand einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gekippt. Nicht, weil der Mann recht hatte. Sondern weil mir in genau diesem Moment etwas aufging, das mir noch nie zuvor durch den Kopf gegangen war.

[pauses]

Ich lebe mein ganzes Leben lang in Eisenberg. Ich laufe jeden Tag über diesen Markt, ich kenne jede Ecke, jeden Brunnen, jede krumme Gasse. Und trotzdem hatte ich mich noch nie, kein einziges Mal, gefragt: Warum heißt meine Stadt eigentlich Eisenberg? Wo kommt dieser Name her? Steckt da wirklich Eisen dahinter? Oder Ritter? Oder etwas ganz anderes, an das noch niemand gedacht hat?

In meinen Detektivfingern begann es zu kribbeln. Das ist immer das sichere Zeichen dafür, dass ich einem echten Rätsel auf der Spur bin. Ich zog den Bleistift hinter meinem Ohr hervor, schlug eine frische Seite auf und schrieb in großen Buchstaben: Warum heißt Eisenberg Eisenberg?

Nuss richtete sich auf und legte den Kopf schief, so als wollte er sagen: Na endlich, das wird ja auch Zeit.

„Weißt du, Nuss", sagte ich leise, „ein Name ist nie einfach nur ein Name. Ein Name ist wie eine verschlossene Truhe. Von außen sieht er ganz gewöhnlich aus. Aber wenn man ihn aufmacht, purzeln oft die erstaunlichsten Geschichten heraus."

Und das stimmt tatsächlich. Ortsnamen sind keine zufälligen Wörter, die sich irgendwer ausgedacht hat. Sie sind alt, manchmal uralt, viele Hunderte von Jahren. Und in dieser langen Zeit haben sie etwas gespeichert, ganz so wie eine winzige Zeitkapsel. Sie erzählen davon, wie eine Gegend früher aussah, was dort wuchs, wer dort lebte oder was im Boden verborgen lag. Man muss nur genau hinhören.

[sighs]

Ich klappte mein Notizbuch zu und stand auf. Der Ritter-Verdacht des Touristen war zwar wahrscheinlich Unsinn. Aber irgendetwas musste diesen Namen doch geprägt haben. Und ich kannte genau einen Menschen, der alte Geschichten aus unserer Gegend sammelte wie andere Leute Briefmarken. Einen Menschen mit einem Malkittel voller Farbtupfer und einem Kopf voller Erzählungen. Zu ihm, beschloss ich, würde mich meine erste Spur führen.

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