
Krimi
Der letzte Stollen
Mit KI erzeugtAls der alte Waldbesitzer Reinhold Tanneberg tot am Fuß des verfallenen Schaustollens 'Glücksstern' gefunden wird, soll alles nach einem tragischen Unfall aussehen – doch KHK Marlene Köhler aus Goslar glaubt den Nebel von Grauberg nicht. Je tiefer sie in die schweigsame Welt dieses Harzer Bergdorfes eindringt, desto klarer wird: Hier bewahrt man Geheimnisse, und manche davon sind dreißig Jahre alt.
Kostenlos reinhören: Nebel über dem Glücksstern
Nebel über dem Glücksstern
Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 3:21
So geht die Geschichte weiter …
Noch ca. 14 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.
Kostenlos registrieren & weiterhörenZum Mitlesen: Nebel über dem Glücksstern
So, hallo ihr Lieben, schön, dass ihr wieder dabei seid. Jakob, du siehst aus, als hättest du schlecht geschlafen.
[laughs] Danke auch. Nein, ich war wirklich bis spät dran. Aber lass mich raten, du hast schon wieder einen Fall ausgegraben.
Hab ich. Und zwar wortwörtlich. Was haben wir heute, fragst du dich vielleicht.
Frag ich mich tatsächlich gerade. Erzähl.
Wir fahren in den Oberharz. In ein winziges Bergdorf namens Grauberg. Fichtenwälder, verfallene Halden, ein alter Schaustollen, der seit Jahren stillgelegt ist. Und über allem hängt fast immer Nebel.
Klingt schon nach einem Ort, an dem man sich Geschichten erzählt.
Genau das ist der Punkt. Aber fangen wir vorne an. Ein grauer Morgen im November. Ein älterer Mann, Reinhold Tanneberg, achtundsechzig Jahre alt, wird tot aufgefunden. Am Fuß dieses Stollens. Der heißt übrigens "Glücksstern".
[exhales] Glücksstern. Bei dem Namen ahnt man schon, dass da nicht viel Glück bei rumkommt.
[laughs softly] Nicht für ihn, nein. Tanneberg gehörte die alte Grube. Und die Forstparzellen drumherum. Gefunden hat ihn ein Pilzsammler, früh am Morgen, direkt unter der Abbruchkante.
Und der erste Gedanke ist natürlich: Unfall.
Absolut. Alter Mann, glitschiger Fels, eine baufällige Absperrung, die kaum noch hält. Da denkt jeder sofort: Er ist abgerutscht. Ende der Geschichte.
Aber.
Aber. Aus Goslar kommt eine Kommissarin angereist. Marlene Köhler. Kriminalhauptkommissarin, ruhig, gründlich, lässt sich von einem ersten Eindruck nicht einlullen.
Die mag ich jetzt schon.
Und vor Ort trifft sie auf den örtlichen Polizeiobermeister, Jens Halbe. Ein Grauberger Urgestein. Der Mann kennt jeden im Dorf, und er kannte auch den Toten persönlich. Du merkst, dem geht das nah.
Das macht es immer schwieriger, oder? Wenn du den Toten beim Vornamen kennst.
Genau. Und Köhler geht den Tatort ab. Sehr langsam. Und ihr fallen drei Dinge auf, die einfach nicht zusammenpassen.
Warte, drei. Lass sie einzeln kommen.
[laughs] Okay. Erstens: Tanneberg trägt Sonntagsschuhe. Glattes Leder, dünne Sohle. Kein Mensch geht mit sowas an einem nassen Novembermorgen einen Stollen hoch.
Stimmt. Da zieht man feste Stiefel an. Vor allem als alter Harzer.
Zweitens: sein Hut. Ein teurer, schöner Filzhut. Der liegt nicht unten bei ihm, sondern ein gutes Stück oberhalb der Sturzstelle.
Moment, der Hut liegt höher als er selbst? Das ist... [pauses] das ist physikalisch komisch.
Sehr komisch. Wenn er einfach fällt, dann fällt der Hut mit ihm, oder in seine Richtung. Nicht nach oben.
Und das Dritte?
Das Dritte ist das, was mir wirklich einen Schauer gibt. Unter seinen Fingernägeln klebt frischer Lehm. Als hätte er sich festgekrallt. An irgendwas. Mit aller Kraft.
[breathes] Puh. Also als hätte er sich gewehrt. Oder versucht, sich zu halten.
Genau das geht Köhler durch den Kopf, während um sie herum der Nebel über den Halden hängt. Ein Dorf, das schweigen kann. Und ein Toter, der vielleicht gar nicht gefallen ist.
Okay. Und dann? Wie ging es weiter?
… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.
Oder erschaffe deine eigene Geschichte
Wie „Der letzte Stollen“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.