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Cover: Die Uhr, die wieder tickt

Belletristik

Die Uhr, die wieder tickt

Mit KI erzeugt
AbenteuerKinderAb 6 Jahrenca. 24 Min.

Eine Woche nach der vergrabenen Blechdose warten eine süße Überraschung, ein altmodischer Reim und ein verrosteter Schlüssel auf Lena, Ben, Mia und Tobi. Doch was soll ein Schlüssel, der in kein Schloss passt? Die vier Freunde folgen einem Rätsel quer durch den Park — und je näher sie dem Ziel kommen, desto lauter wird ein Geheimnis, das schon lange wartet, endlich gehört zu werden.

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Titelsong

Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 5:57

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Tempo
Schlummer

Kapitel

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Zum Mitlesen: Was in der Dose lag

Eine ganze Woche war vergangen. Eine Woche, seit die vier Freunde die alte Blechdose auf dem Kletterhügel vergraben hatten. Und an diesem sonnigen Morgen trafen sie sich wieder am Fuß des steilen Hügels, dort, wo die Kieswege sich kreuzten und die alte Eiche ihre Äste weit ausstreckte. Kommt schon, kommt schon! Ich muss nach meinem Keks sehen! Vielleicht ist er noch da, ganz oben, unter den Steinen! Das war Tobi, der Jüngste. Sechs Jahre alt, mit blonden Wuschelhaaren unter seiner roten Mütze, in einem viel zu großen Fußballtrikot. Seine Keksdose hielt er fest unter dem Arm, als könnte sie ihm sonst davonlaufen. Nicht so schnell, Tobi. Der Hügel ist steil, und der Kies ist rutschig. Wir gehen zusammen, einer nach dem anderen. Lena war die Älteste. Neun Jahre, braune Haare zu Zöpfen mit roten Haargummis, Sommersprossen auf den Wangen. Sie trug ihre gelbe Regenjacke und die grünen Gummistiefel, auch heute, bei strahlendem Sonnenschein. Ihr Fernglas baumelte an ihrem Hals. Ich glaube nicht, dass dein Keks noch da ist, Tobi. Eine Woche ist lang. Ameisen, Vögel, Regen … da bleibt selten etwas übrig. Ben, acht Jahre, mit kurzen schwarzen Locken und seiner blauen Brille, rückte seine große Umhängetasche zurecht. In der Tasche klimperte und klackte es leise, denn Ben hatte immer nützliche Dinge dabei. Pssst. Hört ihr das? Die Amsel dort oben ist ganz aufgeregt. Vielleicht war jemand hier. Etwas ist anders heute, ich spüre es. Mia, sieben Jahre, mit langen roten Haaren zu einem Pferdeschwanz, drückte ihr kleines Notizbuch an ihren lila Pulli voller Blumen. Sie sah zum Hügel hinauf und blinzelte in die Sonne. Nach und nach kletterten die vier den Hügel hinauf. Der Kies knirschte unter ihren Schuhen. Ganz oben, wo sie vor einer Woche die kleine Höhle aus flachen Steinen gebaut hatten, blieb Tobi stehen und starrte. Halt! Stopp! Die Steine … die liegen anders! Ich hab sie ganz genau so gelegt, wie ein kleines Dach. Und jetzt liegen sie ganz anders herum! Du hast recht, Tobi. Jemand hat sie bewegt. Sieh nur, dieser flache Stein lag vorher oben, jetzt liegt er an der Seite. Vorsichtig heben. Wir wollen nichts kaputt machen. Ich helfe dir, Tobi. Eins, zwei … und hoch. Behutsam hoben Tobi und Ben den letzten Stein zur Seite. Darunter, in der kleinen Mulde, hatte Tobi vor einer Woche einen einzelnen Keks versteckt. Doch der Keks war weg. An seiner Stelle lagen drei ganz andere Dinge. Mein Keks! Mein Keks ist weg! Aber … was ist das denn? Da liegt ja ein Bonbon! Ein richtiges Bonbon, eingewickelt in glänzendes Papier! Und schau, ein Zettel. Zusammengefaltet, ganz ordentlich. Die Schrift sieht alt aus, mit vielen Schnörkeln. So schreibt heute niemand mehr. Und hier, seht mal … ein Schlüssel. Ein kleiner, ganz verrosteter Schlüssel. Er ist braun und rau, als hätte er hundert Jahre im Regen gelegen. Ein Bonbon, ein Zettel und ein Schlüssel. Das heißt … jemand hat unseren Keks gefunden. Und jemand hat uns geantwortet. Geantwortet? Aber wir haben doch niemandem geschrieben! Wer war das? Und warum nimmt jemand einfach meinen Keks weg und legt ein Bonbon hin? Vielleicht hat es ihm leidgetan, dass er deinen Keks genommen hat, Tobi. Deshalb hat er dir etwas dagelassen. Das ist doch nett, oder? Ein Bonbon versteht man ja noch. Aber ein alter Schlüssel? Der passt zu keiner Höhle und zu keinem Keks. Wozu soll der gut sein? Das finden wir heraus. Ben, du steckst den Schlüssel gut ein, damit er nicht verloren geht. Mia, du passt auf den Zettel auf. Und Tobi … Das Bonbon! Das Bonbon nehm ich! Aber ich ess es noch nicht auf, versprochen. Erst wird das Rätsel gelöst. Lena nahm den kleinen Zettel und drehte ihn in der Sonne hin und her. Die alte Schrift schimmerte, als hätte sie ein Geheimnis, das nur darauf wartete, gelesen zu werden. Hier ist zu wenig Platz zum Nachdenken, so oben auf dem Hügel. Kommt, wir gehen zu unserem Treffpunkt, unter die alte Eiche. Dort lesen wir vor, was auf dem Zettel steht. Ja, unter der Eiche ist es kühl und ruhig. Und die Amsel dort scheint uns sowieso schon zu rufen. Hört ihr? Sie fliegt genau in die Richtung. Und so kletterten die vier Freunde wieder vom Hügel hinunter, den Schlüssel sicher in Bens Tasche, das Bonbon in Tobis Hand und den geheimnisvollen Zettel fest in Lenas Faust. Sie ahnten noch nicht, dass dieser Tag sie durch den ganzen Park führen würde. Doch zuerst wartete unter der alten Eiche ein Rätsel in altmodischen Reimen. Und das wollten sie jetzt lösen.

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