
Belletristik
Detective Pau und das Rätsel der verschwundenen Laternen
Mit KI erzeugtZwei Tage vor dem großen Laternenfest sind alle selbstgebastelten Laternen aus dem verschlossenen Gemeindehaus verschwunden — spurlos! Die neunjährige Pauline schnappt sich ihr grünes Notizbuch, ihre Lupe und ihre schwarze Katze Luna, und nimmt als Detective Pau den rätselhaftesten Fall des Städtchens auf.
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Titelsong
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Kapitel
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An diesem Morgen roch die Luft nach frischem Brot und nach Sommer, der langsam Abschied nahm. Im kleinen Garten hinter dem Haus saß Pauline auf der obersten Treppenstufe. Sie war neun Jahre alt, hatte blondes Haar zu einem festen Zopf geflochten und wache, helle Augen. Neben ihr lag, wie immer, ihr grünes Notizbuch, und darauf, sauber gefaltet, ihre große Lupe. Auf dem warmen Stein döste Luna, ihre schwarze Katze mit den weißen Pfötchen, als hätte sie in einen Topf Milch gegriffen. Auf Lunas Kopf saß ein kleiner runder Hut, ein winziges bisschen schief. Papa stand am Gartentisch und goss Tee ein. Er hatte ein freundliches Gesicht und ein warmes Lächeln, das den ganzen Garten heller machte. Trink noch einen Schluck, Pauline. Heute ist ein ruhiger Tag. Nichts zu tun, nur die Sonne genießen. Ruhig ist gut, Papa. Aber ein bisschen langweilig ist ruhig auch, findest du nicht? Kaum hatte Pauline das gesagt, klapperte das Gartentor. Schnelle Schritte kamen über den Weg, und eine junge Frau mit einer praktischen Jacke stürmte herein. In der einen Hand hielt sie einen Notizblock, in der anderen einen Stift, und ihre Wangen waren ganz rot vom Laufen. Es war die Reporterin aus dem Städtchen, die sonst über Feste, Katzen auf Bäumen und den größten Kürbis des Jahres schrieb. Doch heute sah sie so aufgeregt aus, dass Luna sofort die Ohren spitzte. Guten Morgen! Sie laufen ja, als wäre etwas passiert. Die Reporterin blieb stehen, holte tief Luft und legte die Hand auf die Brust. Erst nach einem Moment brachte sie die Worte heraus. Setzen Sie sich doch erst einmal. Möchten Sie einen Schluck Tee? Doch die Reporterin schüttelte nur den Kopf. Sie sah Pauline an, so ernst, wie man ein Kind selten ansieht. Was ist denn los? Sagen Sie es einfach. Ich höre gut zu. Die Reporterin klappte ihren Notizblock auf und tippte mit dem Stift darauf, als müsste sie sich selbst versichern, dass es wirklich wahr war. Verschwunden? Die Laternen für das Fest? Aber das Laternenfest ist doch schon in zwei Tagen! Ja, die Laternen. Alle selbstgebastelten Laternen aus dem Gemeindehaus waren über Nacht verschwunden. Jede einzelne. Die mit den Sternen aus buntem Papier. Die mit dem Mond aus goldener Folie. Die kleine, die aussah wie ein Igel. Alle weg. Das kann doch nicht sein. Das Gemeindehaus wird abends immer abgeschlossen. Ich habe die Tür selbst schon oft zufallen hören. Und genau das war das Merkwürdige. Die Reporterin erzählte, dass am Morgen alles verschlossen gewesen war. Die Türen zu. Die Fenster geschlossen. Kein Glas zersprungen, kein Schloss aufgebrochen. Und niemand, wirklich niemand, hatte in der Nacht auch nur das kleinste Geräusch gehört. Türen zu, Fenster zu, und trotzdem sind alle Laternen weg? Das ist ja wie ein Rätsel in einer verschlossenen Kiste. Ein Rätsel, das niemand erklären kann. Die ganze Stadt redet sicher schon darüber. Die Reporterin nickte heftig. Ohne Laternen, sagte sie, würde es kein Fest geben. Kein Leuchten, kein Umzug durch die Straßen, keine glücklichen Gesichter am Abend. Alle Kinder hatten wochenlang gebastelt und geklebt und gemalt. Und nun war alles fort. [exhales] Zwei Tage. Das ist nicht viel Zeit. Aber es ist genug Zeit für Detective Pau. Detective Pau? Heißt das, du übernimmst den Fall, Pauline? Genau das heißt es, Papa. Wenn Laternen verschwinden, dann sucht man sie. Und wenn niemand weiß, wie, dann fragt man so lange, bis man es weiß. Pauline stand auf, griff nach ihrem grünen Notizbuch und steckte die große Lupe in die Jackentasche. Luna reckte sich, gähnte einmal breit und schubste ihren kleinen runden Hut mit der Pfote wieder gerade. Dann sprang sie leichtfüßig von der Treppe. Miau? Ja, Luna, du kommst natürlich mit. Ohne deine Nase geht gar nichts. Luna maunzte zufrieden und blinzelte, als hätte sie längst verstanden, dass heute kein ruhiger Tag mehr werden würde. Pauline schlug ihr Notizbuch auf und schrieb mit klaren Buchstaben die erste Zeile. Der Fall der verschwundenen Laternen. Erstens: alle Laternen weg. Zweitens: Türen zu, Fenster heil. Drittens: niemand hat etwas gehört. Das klingt schon wie ein richtiger Detektiv-Bericht. Und wo fängst du an? Da, wo alles begann. Im Gemeindehaus selbst. Man muss immer dort suchen, wo die Sache passiert ist. Jede Spur erzählt ein Stück von der Geschichte. Die Reporterin lächelte zum ersten Mal an diesem Morgen. Sie versprach, alles aufzuschreiben, was Detective Pau herausfinden würde. Papa holte die Jacken, und Pauline steckte einen Bleistift hinter das Ohr, so wie es echte Ermittler tun. Keine Sorge. Wir finden die Laternen wieder. Und wir bleiben dabei fair. Niemand wird verdächtigt, bevor wir nicht ganz genau hingeschaut haben. Und so machten sich Detective Pau und Luna auf den Weg. Der kleine Hut wippte im Schritt, das grüne Notizbuch war bereit, und die große Lupe glänzte in der Sonne. Vor ihnen lag ein Rätsel, so verschlossen wie eine Tür ohne Schlüssel. Doch Pauline wusste eines ganz sicher: Jedes Rätsel hat einen Anfang. Und ihrer begann jetzt, am Gemeindehaus, wo die leeren Tische auf sie warteten.
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